Dienstag, 29. November 2016

zuckerfrei durch den Advent oder Mailänderlis ohne Zucker?!

Wie, was soll jetzt das bitteschön? In ein Mailänderli (typisches Schweizer Weihnachtsplätzchen) gehört doch einfach Zucker!!! Ich muss ein bisschen ausholen, denn über meinen Zuckerverzicht habe ich noch gar nicht geschrieben, bewusst nicht. Ich muss ein bisschen ausholen...


Letzten Sommer als wir in den Bergen in den Ferien waren, habe ich auf dem Blog von Ricarda über ihren Zuckerverzicht gelesen. Habt ihr gewusst, dass die WHO 50g Zucker pro Tag empfiehlt. Ratet einmal wie viel der "Durchschnittsschweizer" zu sich nimmt? 130g Zucker, das sind 35 Stück Würfelzucker!!! Jedes fünfte Kind in der Schweiz ist übergewichtig, fünf Prozent gelten gar als krankhaft fettsüchtig.Seit den achtziger Jahren ist der Anteil dicker Kinder um satte 50 Prozent gestiegen (Quelle Beobachter). Über die Auswirkungen des Zuckers könnt ihr unter anderem hier lesen Beobachter, Zucker der süsse Killer.

Der hohe Zuckerkonsum von Kindern (inkl. meiner) ist mir schon länger ein Dorn im Auge. Das ist auch der Grund, warum ich mich entschieden habe, einen Post darüber zu schreiben. Im Alltag sieht es auf den ersten Blick nicht schlimm aus. Ich brauche so gut wie keine Fertiggerichte, wir haben nur an Geburtstagen Süssgetränke, Süssigkeiten gibt es in Form von zwei Chrömlis zum Dessert nach dem Mittagessen, tja also ist doch nicht so schlimm, oder?! Könnte man meinen... Schaue ich mir einmal das Frühstück genauer an mit Müesli, Konfiture, Apfelsaft und Co, dann sind wir schon bald bei den 50 g angelangt!!! Wenn man bedenkt, wo meine Kinder noch überall Süssigkeiten zugesteckt bekommen, angefangen in den Schulen und bei den Freizeitaktivitäten als Belohnung, Säcklis voller Süssigkeiten an Kinderparties oder einfach der nette Nachbar, der findet er müsse den Kindern etwas Gutes tun. Tja, also auch wir gehören zum Durchschnitt der Schweiz mit 130 g pro Kopf.

Zurück zu den Ferien in den Bergen. Da brauchten wir ja ein ordentliches Frühstück (Müesli, Früchtejoghurt, Saft) und auf der anschliessenden Wanderung einen energiereichen Proviant (Schokolade, getrocknete Früchte, etc.) und als Belohnung für die "Strapazen brauchte es natürlich ein Eis obendrauf. Irgendwann sagte ich mir Stopp! Das kann es wirklich nicht sein und habe mich für mein Zuckerexperiment entschieden. Von einem Tag auf den anderen habe ich auf den Zucker verzichtet.

Anfangs habe ich noch Früchte gegessen, als ich dann das Buch von Sarah Wilson gelesen habe, habe ich für die 8 "Reinigungswochen" auch auf die Früchte verzichtet.

Die 8 Wochen sind bereits eine Weile vorbei und ich muss sagen, was mir am Schwersten gefallen war, war der Verzicht auf Früchte, was ich nicht gedacht hätte. Die Reaktionen auf mein "Experiment", wie ich es nannte waren von belächelnd bis bewundernd. Mein Bauchumfang ist ein paar Centimeter kleiner (ca. 4 cm) aber das schönste Kompliment war, das ich "vitaler" sei!

Und was mache ich jetzt? Im Moment lebe zu 95 % "zuckerfrei" Ich kann an Geburtstagsfesten gut auf das Desserts verzichten, ich kann vor einem Kuchenbuffet stehen und denken, es ist o.k. wenn ich wieder einmal ein Stück davon esse, aber ich probiere höchstens einmal einen Teelöffel voll von meinen Kindern oder meinem Mann. Früchte esse ich wieder aber ich achte auf ihren Zuckerwert, keine Bananen und Äpfel auch nur mit Mass. Mein Frühstücksmüesli "backe" ich uns im Ofen, meines ist zuckerfrei bei den Kindern teste ich noch die "Zuckeralternativen".

Ja meine lieben Kinderleins, essen leider immer noch zu viel Zucker, aber ich probiere immer wieder Sachen aus, damit sie zu Alternativen greifen. Das hat mich auch dazu gebracht ein Mailänderlirezept zu versuchen ohne Kristallzucker. Ich verwende anstelle von Zucker Birkenzucker/Xylit (erhätlich im Lebensmittelladen) das in zahnschonenden Kaugummis schon lange eingesetzt wird.

Mein Mailänderli-Rezept

250 g   weiche Butter                                   in einer Schüssel rühren
200 g   Xylit                                              
    1     Prise Salz                                         dazugeben und weiterrühren
    3     Eier                                                 dazugeben und das Ganze schaumig schlagen

1-2 EL Zitronensaft, etwas abgeriebene
           Zitronenschale
580 g   helles Dinkelmehl
1/2 TL Backpulver evtl.                                mischen, zusammenfügen und für mindestens
                                                                   1/2 Stunden in den Kühlschrank stellen

Anschliessend wird der Teig im Mehl ausgewallt (3-4 mm), die Mailänderlis ausgestochen, mit Ei bestrichen und ca. 10 - 12 Minuten bei 180 Grad (Umluft) gebacken.

Herzlichen Dank, wenn ihr bis hier gelesen habt, es ist etwas länger geworden, als geplant. Wahrscheinlich wird das eine oder andere Weihnachtschrömli im Hause fadegrad noch gebacken. Ebenfalls werde ich versuchen verschiedene natürliche "Süssmittel" zu testen. Möchtet ihr weitere Rezepte oder habt ihr selber welche ohne "Kristallzucker". Habt ihr Erfahrungen mit natürlichen "Süssmittel"? Interessiert euch das Thema überhaupt? Ich freue mich auf eure Kommentare!

Herzlichst

Verena


verlinkt mit Creadienstag


Donnerstag, 17. November 2016

SnapPap Tasche die Zweite

Nachdem meine erste grosse SnapPap Tasche, die ich im Frühling genäht hatte, zu meinem wandelnden Büro/Atelier wurde, hatte ich den Wunsch nach einer zweiten Tasche in dieser Art.


Das SnapPap an der "Frühlingstasche" hat sich sehr bewährt. Allerdings den schmalen Streifen aus SnapPap, den ich auf die Tragriemen aufgenäht hatte, habe ich dieses Mal durch ein Webband ersetzt. 


Oben wird die Tasche mit einem Reissverschluss mit Klappen geschlossen. Bei der oberen Abschlusskante habe ich an beiden Seiten die Nahtzugaben nach innen gelegt, da ich es einfach angenehmer zum Anfassen finde, als die geschnittenen Kanten. Meine Maschine (eine gute Maschine!) hatte allerdings nachher Mühe die 4 Lagen SnapPap zu nähen. Mit einem Seidenpapier um die Kante gelegt, ging es etwas besser....



An dieser Tasche habe ich innen neben den "normalen" Einsteckfächer eine zusätzliche Reissverschlusstasche für mein Handy eingenäht... Es soll ja vorkommen, dass ich im Schuss, die Tasche oben nicht schliesse und sie dann auch noch schwungvoll in meinen Fahrradanhänger schmeisse, genau in dem Winkel natürlich, dass das Handy sich geneigt fühlt einen Flugversuch zu unternehmen... Wer jetzt denkt, ich solle mir einmal ein Handyetui nähen, das habe ich bereits gemacht, aber ich benutze es nicht so oft... Also lieber eine Reissverschlusstasche vorgsorglich "einbauen" und zusätzlich mit etwas SnapPap verzieren.


Unten sind zusätzlich Bodennägel befestigt, da ich dieses Mal die heller Farbe verwendet habe und wie ich finde, passt es zum Stil der Tasche.

Diese Tasche zeige ich unter anderem auch auf der "Taschensammlung" von Katharina. Auf ihrem Blog, hat sie in diesem Monat dazu aufgerufen, den eigenen Taschenschnitt zu zeigen.

Ich wünsche euch alles Liebe und bis zum nächsten Mal

Verena



weiter verlinkt bei Rums

Schnittmuster von mir
Stoffe und SnapPap ebenfalls 

Dienstag, 25. Oktober 2016

7 Tipps wie wir im Bad weniger Müll produzieren und uns weniger Chemie auszusetzen

Wer mich persönlich kennt oder mir auf Instagram folgt hat vielleicht schon bemerkt, dass ich ein Thema für mich und meine Familie "aufgreife". Es geht um Nachhaltigkeit in vielen verschiedenen Formen. Ich habe Kinder, viele von euch haben Kinder und es geht darum unseren Kinder eine Welt zu erhalten, in der sie sich wohlfühlen können. Aber dafür müssen wir etwas tun. Das ist der Grund warum dieses Thema ab und zu in meinem Blog auftauchen wird.

Ich möchte euch teilhaben lassen an dem Prozess mein Leben und das meiner Familie nachhaltiger zu gestalten. Nachmachen ist ausdrücklich erwünscht und ich freue mich über jeden Samenkorn, den ich so bei euch sähen kann.

Das ganze Thema möchte ich mit einer grossen Portion Neugier angehen oder wie hat Albert Einstein gesagt:" The important thing is not to stop questioning; curiosity has its own reason for existing".
Das heisst jetzt natürlich nicht, dass ich unseren ganzen Haushalt auf den Kopf und in Frage stelle, aber so nach und nach verändern sich doch ein paar Dinge.

Natürlich erzähle ich auch in unserem Freundeskreis über die Neuerungen und oft spinnen wir den Faden weiter oder erzählen uns über die kleinen und grossen Veränderungen, die da Einzug halten.

Als erstes erzähle ich euch etwas über die Veränderungen im Badezimmer.




Tipp 1 Wattepadsalternative

Kürzlich habe ich Frottée-Stoff zugeschnitten, dabei kam mir in den Sinn, dass ich irgendwo im Netz Stoffpads gesehen habe zum Abschminken. Also habe ich die Stoffresten ein bisschen in Form geschnitten, die Kanten mit Zickzack/Overlock versäubert und fertig waren die Pads. Dazu habe ich zwei kleine Stoffsäckchen genäht, das eine um die gebrauchten Pads im Bad zu sammeln und anschliessend darin zu waschen und das andere um die Sauberen darin zu lagern. Falls bei dir keine Stoffresten herumliegen, nimm ein zum Beispiel ein altes Handtuch und schneide es in Stücke. Es muss auch nicht unbedingt Frottée-Stoff sein, nimm was du hast.



Tipp 2 Haare waschen ohne Shampoo / mit Roggenmehl / mit Haarseife

Mit den Haaren nehmen wir ganz viele Sachen aus den Shampoos auf, die wir besser nicht aufnehmen würden, von den vielen leeren Plastikflaschen sprechen wir lieber nicht.
Ohne eine grosse Sache daraus zu machen, habe ich beim Junior das Shampoo weggelassen. Es gab immer ein "Geschrei" beim Haare waschen und als ich auf smarticular über das No-Poo-Waschen gelesen habe, probierte ich es gleich bei ihm aus. Ich lasse jetzt den Wasserstrahl über sein Kopf laufen und massiere mit der anderen Hand die Kopfhaut, dass sich das Fett lösen kann. Bei seinen kurzen Haaren ist das die ideale Lösung und das Haarewaschen ist auch viel entspannter...

Für mich habe ich eine Weile das Waschen mit Roggenmehl ausprobiert. Da ich kurze Haare habe, war das Auftragen und Auswaschen absolut kein Problem. Was für mich schlussendlich den Ausschlag gab eine andere Lösung zu suchen, war das Prozedere vorher. Wenn ich morgens aufstehe, brauche ich ein bisschen bis ich wach bin, sprich eine Dusche und wenn ich vor der Dusche den Roggenbrei herstellen muss, ist das etwas schwierig.... Den Brei im voraus machen funktioniert leider nicht.

Also habe ich zu Haarseife gegriffen und ich muss sagen, das passt für mich und meinen Mann. Die Girls dürfen ihr Shampoos noch leeren und dann gibts auch für sie eine Änderung. Mal schauen was für sie und ihre langen Haare das Beste ist.

Bild: www.seifensiederin.ch


Tipp 3 Duschmittel

Duschmittel rühren wir selber zusammen nach den Rezepten von hier und hier. Die benötigten Zutaten gehen nicht immer ganz verpackungsfrei und das Duschmittel befindet sich ja auch in einer Plastikflasche also probieren wir vielleicht auch hier einmal eine Seife aus.


Tipp 4 Rasieren

Herrn Fadegrad überraschte ich kürzlich mit einer Rasierseife. Er hat sie zwar als Crema Catalana bezeichnet, aber Hauptsache er benutzt sie. Im Urlaub in Italien hat er sich in einem wunderbaren Gemischtwarenladen, dort gab es einfach alles auf ein paar Quadratmeter inklusive einem herrlichem älteren Ehepaar als Verkäufer, einen Rasierpinsel gekauft.

Bild: www.seifensiederin.ch
Tipp 5 Zahnpaste

Kürzlich, als wir gerade beim Joggen sind, erklärt mir meine Laufpartnerin, dass sie ihre Zähne mit Kernseife putzt. Wie bitte?! Kernseife!!! Genau so habe ich nachgefragt. Das ist jetzt schon ein paar Wochen her und sie putzt ihre Zähne weiterhin damit. Wir haben noch ein bisschen Zahnpaste zum Glück...  Also gut ich probiere es aus, wer macht auch mit?? Genauere Infos dazu könnt ihr auf smarticular lesen.


Tipp 6 Deo

Das Deo steht ebenfalls auf der "to do - Liste". Ich muss nur warten, bis das gekaufte Deo leer ist und ich mit "meinem" Deo auffüllen kann. Wahrscheinlich werde ich das erste Mal auf das Rezept von Ricarda zurückgreifen. Sie hat auf ihrem Blog bereits über die Herstellung und ihre Erfahrungen berichtet.


Tipp 7 Gesichtscreme

Da bin ich noch ein bisschen auf der Suche. Ich habe auch schon Gesichtscremes selber gerührt, war aber immer auf spezielle Zutaten angewiesen, die ich oft übers Internet bestellten musste. Eigentlich müsste es doch auch einfacher gehen. Im Buch "Zero Waste" bin ich auf Pflanzenoele und ihre Eigenschaften gestossen.


Das wäre doch etwas zum Ausprobieren. Ich greife dann einmal zum Wallnusskernöl, das zieht schnell ein und ist für trockene- und Mischhaut, das passt. Wenn ihr eine Kostprobe dieses Buches haben möchtet schaut doch auf der Homepage von Shia Su vorbei.

Weiter liegen auf meinem Nachttisch folgende Bücher zu diesem Thema:




Ich hoffe, ich kann mit diesem Blogbeitrag euch dazu anstossen, das eine oder andere zu überdenken - es würde mich freuen. 

Kürzlich kam meine elfjährige Tochter nach Hause und berichtete entsetzt über den Pausenkiosk der Parallelklasse. Sie konnte es nicht fassen, dass alles (auch Esswaren) in Plastikbecher abgegeben wurde. Da ist wohl ein Samenkorn hängen geblieben...

Herzliche Grüsse

Verena

verlinkt mit: CreaDienstag









Mittwoch, 5. Oktober 2016

Jupe/Rock aus gebrauchten Jeans / Jeansrecycling

Sammelt ihr auch "alte" Kleider? Ich gehöre ebenfalls dazu. Ich sammle alte Kleider aus drei Gründen: einerseits kann man andere Verarbeitungsweisen bei "alten" Kleider nachschauen und anderseits lassen sich das eine oder andere Kleidungsstück upcyceln oder ein ganz anderes daraus herstellen. Der dritte Grund wird für mich immer wichtiger, das ist die ganze Thematik um die Nachhaltigkeit.

In der Zwischenzeit wurde der Berg an Altkleidern so gross, dass ich handeln musste. So habe ich mir den Jeanshügel vorgenommen. Ich weiss nicht, wie ich das immer anstelle, aber ich schaffe es regelmässig die Knie der Jeans durchzuscheuern, kennt ihr das auch? Also habe ich mir verschiedene lädierte Hosenbeine vorgeknöpft, um daraus einen Jupe/Rock zu nähen.


Die Länge des Jupes/Rocks hat sich ergeben aus der Länge vom Oberschenkel der Jeans. Insgesamt habe ich 8 Bahnen benötigt. Den Bund und die Gurtschlaufen wurden ebenfalls von einer alten Jeans abgetrennt und am neuen Jupe wieder angenäht.

Eigentlich habe ich ganz viele Bilder, die ich euch zeigen möchte. Eine ganze Stunde lang habe ich versucht sie hochzuladen, mit geringem Erfolg... Wir sind zur Zeit in Italien... Also belasse ich es im Moment mit diesem Foto und füge noch ein paar hinzu, wenn der Knopf in der Leitung wieder gelöst ist.

Mit sonnigen Grüssen aus Italien

Verena

verlinkt mit MMM / After Work Sewing
Schnittmuster selbst gezeichnet

Mittwoch, 28. September 2016

Urlaubsvorbereitungen Shirts und Mückenspray DIY?!

Und seid ihr überrascht? Frau fadegrad tritt persönlich in Erscheinung, was hat das wohl zu bedeuten? Eigentlich gar nichts ausser persönlichem Empfinden. Ich schaue einfach die "Kleiderfotos" lieber an, wenn mir ein freundliches Gesicht entgegen schaut. Also habe ich mich an der Nase genommen und mache jetzt Fotos mit "Kopf". Das heisst jetzt für mich nicht mehr nur Bauch rein, Schultern zurück, nein jetzt heisst es auch LÄCHELN. Versteht mich nicht falsch, das mache ich sehr gerne, aber alle die mit Selbstauslöser fotografieren, wissen manchmal muss es einfach etwas schneller gehen... Herr fadegrad hat jetzt Erbarmen mit mir gezeigt und hat sich freiwillig gemeldet für meine nächste Fotosession. Ja gut er hat auch eine supercoole Kamera...


Für den Urlaub im Süden habe ich mir 2 T-Shirts genäht. Wieder einmal habe ich das eine T-Shirt beplottet und zwar mit der Plotterdatei Sparrow  von alles-für-selbermacher (Afiliate)



Das zweite T-Shirt ist vom gleichen Schnittmuster (McCalls 6964) einfach mit der V-Ausschnitt-Variante.

Was ich ebenfalls für den Urlaub vorbereitet habe ist ein Mückenspray. Kennt ihr das, da kommt man am Abend vom Strand zurück, duscht den Sand weg und möchte gemütlich im Freien sitzen, aber die Mücken stürzen sich gleich auf einem! Jetzt habe ich absolut keine Lust meine Haut mit einer übel riechenden und Chemie beladenen Flüssigkeit einzusprayen oder mich die ganze Zeit dem Rauch einer Mückenspirale auszusetzen. Auf smarticular habe ich hoffentlich die Lösung gefunden: den Mückenspray einfach selber machen! Ein bisschen Lavendel, ein bisschen Spitzwegerich, ein paar ätherische Oele und der Spray ist schon fast fertig.


Das genaue Rezept findet ihr hier. Den Erfahrungsbericht liefere ich euch bald nach....

Ich wünsche euch eine schöne Zeit und bis bald.

Herzlichst

Verena


verlinkt mit MMM / Plotterliebe / AfterWorkSewing

Stoffe gepunktet Stoffkiste
Stoff uni aus meinem Fundus









Mittwoch, 14. September 2016

Postkartengrüsse aus dem Wallis


Bei uns sind die Sommerferien schon ein Weilchen vorbei und die Kinder sind schon wieder seit ein paar Wochen in der Schule/dem Kindergarten. Trotzdem möchte ich euch noch ein paar Bilder aus unseren Ferien in den Bergen zeigen.

Diesen Sommer wollten wir in der Schweiz bleiben und unsere Ferien in den Bergen geniessen. Unsere Wahl fiel auf das Wallis, da ich oft als Kind in den Sommerferien dort war und es für uns, von der Distanz her, nicht so schnell für ein Wochenende erreichbar ist. 


Etwas ausserhalb von Ernen hatten wir unsere Unterkunft. Dieses schmucke Walliserdorf ist wie ein Freilichtmuseum, einfach wunderschön. Die Erner legen neben ihren Häusern viel Wert auf ihre Gärten. Auf dem Bild unten rechts sieht man den "grossen Garten", eine Art Gemeinschaftsgarten. Das Gemüse prächtig und gross und im ganzen Garten habe es praktisch keine Schnecken. Da hast du schon Zeit dem Gemüse zu "chüderlen" (gut zureden) und nicht wie ich immer auf Schneckenjagd zu gehen...


Zwei Ausflüge führten uns auf die gegenüberliegende Talseite in das Aletschgebiet. Einmal unternahmen wir eine Wanderung im Aletschwald, was sehr zu empfehlen ist und das andere Mal
nahmen wir die Gondelbahn rauf auf das Eggishorn. Beide Male hatten wir wunderschöne Aussicht auf den Aletschgletscher. So schön der Anblick dieses Gletschers auch ist, so stimmt er mich auch nachdenklich. War doch die Konkordiahütte einmal direkt am Gletscher, müssen heute einige Höhenmeter zurückgelegt werden, um vom Gletscher zu der SAC-Hütte zu gelangen.


Natürlich waren wir auch auf den Spuren meiner früheren Sommerferien. Was soll ich sagen, auf dem Rosswald hat sich nicht sehr viel verändert, ausser das "unser" Alphüttli von früher nicht mehr steht. Die Aussicht das Rhonetal hinunter, ins Simplongebiet und auf die unzähligen Berge ringsum ist einfach immer noch fantastisch. Aber das Highlight für die Kinder war natürlich der Bächliweg, was ich doch sehr gut verstehen konnte, hatten wir doch stundenlang an diesem Bächli gespielt. Keine Frage, dass die Schuhe ausgezogen und die Füsse gebadet wurden. Was soll ich sagen, es war immer noch "eiszapfenkalt"...


Unsere beiden längsten Wanderungen gehörten zum Gommer Höhenweg. Das Gute an dieser Wanderung war, dass wir jederzeit wieder ins Tal hinunter hätten wandern können um den Zug zurück zu nehmen, falls die Kinder nicht mehr genügend Energie aufbringen konnten. Aber das haben wir ihnen natürlich nicht auf die Nase gebunden... Zwischendurch gab es schon die bekannte Frage: "wie lang geht es noch", aber mit etwas Ablenkung und auch mit Hilfe der Natur konnten wir schlussendlich den ganzen Höhenweg machen.


Das hier sind nur ein paar wenige der "Ablenkungen" aus der Natur. Wir haben auf den Bergwiesen zahlreiche Blumen gesehen, die ich hier im Mittelland nur von der Gärtnerei kenne. 

Was uns am Meisten beeindruckt hat, waren die Schmetterlinge. Da sie oft eine "Versammlung" an einer feuchten Stelle mitten auf dem Wanderweg hatten, die sie wegen uns unterbrechen mussten, befanden wir uns mehrmals in einem Schwarm von Schmetterlingen - magische Momente...

Ich wünsche euch eine schöne Zeit und bis bald.

Herzlichst 

Verena

Dienstag, 23. August 2016

Knöpfe Upcycling, Stoffe Recyling und ein DIY für ein wunderschönes Kissen

Huch wie die Zeit nur so dahin fliegt, die Kids sind bereits in der 3. Schul- und Kindergartenwoche, meine Nähkurse sind gestartet und Bilder von unseren Ferien im Wallis habe ich erst ganz wenige auf Instagram gezeigt. Also höchste Zeit wieder ein paar Blogposts zu schreiben.


Den Anfang mache ich damit meine Näharbeit zu zeigen, die ich in die Ferien mitgenommen habe. Nein dieses Mal habe ich die Nähmaschine zu Hause gelassen.... Aber ich habe mir vor der Abreise ein kleines Nähpäckchen geschnürt. Darin befand sich ein Stoffstück 50x50cm, viele Knöpfe, Schere, Nadel und Faden, eine Sternenschablone und Malerklebeband. Den Stoff habe ich auf der linken Seite mit einer leichten Vlieseline beklebt.


Zuerst wurde die Schablone mit Malerklebeband befestigt und die Umrisse von Hand umnäht. Anschliessend habe ich Knöpfe angenäht, viele Knöpfe, den einen nach dem anderen... Dabei kann man die Gedanken wunderbar wandern lassen und zum Beispiel Wochenpläne für das Mittagessen so nebenbei erstellen...


Was bei meiner Näherei auch immer anfällt sind kleinste Stoffabfälle, hier ein bisschen vom Webende, da ein bisschen vom Geradeschneiden, also wirklich die allerkleinsten Stofffitzelchen. Die habe ich angefangen zu sammeln und siehe da, im Nu war die dafür verwendete Plastitüte ordentlich voll. Also war es höchste Zeit diese weiterzuverwenden. Aus einem alten Baumwolllaken habe ich eine Kissenhülle genäht, alle Schnipsel hineingefüllt und mit der Nähmaschine zugenäht. Natürlich ist das Kissen etwas schwerer als die Feder- oder Wattekissen, aber ich finde es eine gute Möglichkeit Stoffabfälle zu verwenden und waschbar ist es natürlich auch.


Im nächsten Post zeige ich euch Bilder aus unseren Sommerferien in den Bergen.

Bis bald, geniesst die Sommertage

Verena

verlinkt mit: Creadienstag DienstagsDinge Link your Stuff